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Beglaubigung von Unterschriften

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Die Unterschriftsbeglaubigung ist die "einfachere" Form einer Beurkundung. Mit der Unterschriftsbeglaubigung bestätigt der Notar bzw. Konsularbeamte, dass die genannte Person das Dokument vor ihm unterzeichnet hat. Die Unterschrift muss persönlich vor dem Konsularbeamten geleistet oder vor ihm anerkannt werden. Eine Belehrung über die rechtliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments findet nicht statt.

In vielen Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend, um ein Dokument rechtlich wirksam werden zu lassen.

Einige Beispiele hierfür sind:

- Genehmigungserklärung: Erklärung, mit der ein Vertretener einen in Deutschland bereits unterzeichneten Vertrag im Nachhinein genehmigt;

- "einfache" Vollmachten: Vollmachten, in denen sich der Vollmachtgeber weniger stark bindet, z. B. widerrufliche Vollmachten für ein einzelnes Rechtsgeschäft

- Handelsregistereintragungen

- Beantragung eines Führungszeugnisses

- Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft

Zur Beglaubigung Ihrer Unterschrift müssen Sie das Dokument, das Sie unterzeichnen wollen, persönlich im Beisein des Konsularbeamten unterschreiben. Es ist daher eine persönliche Vorsprache während der Öffnungszeiten notwendig.

Bitte bringen Sie mit:

- das Dokument, auf dem Ihre Unterschrift beglaubigt werden soll

- ein gültiges Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis)

- die Gebühren

Die Gebühr richtet sich nach dem Wert des zugrunde liegenden Geschäftes und beträgt mindestens 20,00 - höchstens 250,00 Euro gemäß Ziffer 122 des Gebührenverzeichnis (GebV) zur Auslandskostenverordnung (AKostV). Es wird 1/4 Wertgebühr berechnet, die sich nach einer Wertgebührentabelle bestimmt.

Bei Unterschriftsbeglaubigungen in namensrechtlichen Angelegenheiten beträgt die Gebühr 25,00 Euro (Ziffer 121 GebV zur AKostV).

Die Gebühr ist bar in US-Dollar zu entrichten.

In einigen Fällen bitten Banken in Deutschland im Zusammenhang mit Kontoeröffnungen, Darlehensanträgen usw. von Bankkunden, die im Ausland wohnen, um Unterschriftsbeglaubigungen oder Identitätsprüfungen. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Bescheinigungen aufgrund entgegenstehender gesetzlicher Regelungen (Geldwäschegesetz) ab dem 01.07.2010 , mit Ausnahme von Sperrkontoeröffnungen für Studenten, nicht mehr möglich sind.

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