Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Soziale Absicherung im Krankheitsfall

Artikel

Im letzten Jahrzehnt haben sich das Gesundheitswesen und die soziale Absicherung im Krankheitsfall in Kambodscha beständig verbessert; dennoch bestehen noch zahlreiche Herausforderungen mit Blick auf die Qualität der Gesundheitsdienste und die Möglichkeit für arme Kambodschanerinnen und Kambodschaner, diese Dienste zu nutzen. Besonders in den Bereichen der Mutter-Kind-Notfallversorgung, der Bekämpfung von Mangel- und Fehlernährung sowie der Versorgung bei Infektions- und nicht übertragbaren Krankheiten sind weitere Fortschritte dringend erforderlich.

Mit dem Programm Soziale Absicherung im Krankheitsfall unterstützen GIZ und KfW die kambodschanische Regierung dabei, diese Herausforderungen zu meistern.

Mithilfe eines multidisziplinären Ansatzes, bestehend aus Politikberatung und praktischer Implementierung, unterstützt unser Programm “Soziale Absicherung im Krankheitsfall“ die kambodschanische Regierung dabei, den Zugang insbesondere für arme und vulnerable Gruppen zu Gesundheitsdiensten mit angemessener Qualität zu verbessern. Ausgehend von der nationalen Gesundheitsstrategie der kambodschanischen Regierung stärkt das Vorhaben die Kapazitäten der nationalen und sub-nationalen Institutionen, um das Gesundheitssystem zu verbessern.

Wir fördern drei verschiedene Absicherungsmechanismen in Kambodscha: Gesundheitsfonds (Health Equity Funds) und Gesundheitsgutscheine für arme Kambodschaner sowie eine freiwillige Versicherung für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Dadurch wird das Risiko der Verarmung und finanzieller Härte infolge von Gesundheitsausgaben gemindert. Mit unserem Beitrag schaffen wir die Grundlage für ein umfassendes System zur sozialen Absicherung im Krankheitsfall, das systematisch mit Qualitätsverbesserungen in der Gesundheitsversorgung verbunden ist. Zum einen unterstützen wir die Entwicklung von nationalen Strategien, klinischen Richtlinien und Qualitätsinstrumenten. Zum anderen fördern wir sexuelle und reproduktive Gesundheit, Patientenrechte, Zufriedenheit der PatientInnen sowie die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen in allen Interventionsbereichen.

Im Bereich Mutter-Kind-Versorgung unterstützt Deutschland die kambodschanische Regierung dabei, die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen, den Zugang zu Familienplanung und die ganzheitliche prä- und postnatale Versorgung zu verbessern. Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen in den Interventionsgebieten erhalten Aus- und Fortbildungen, um die Qualität der Gesundheitsversorgung in den Zielregionen sicherzustellen. Die Bemühungen der deutschen technischen und finanziellen Zusammenarbeit sind darauf ausgerichtet, kritische Schwachstellen in den Bereichen geburtshilfliche Notversorgung, Familienplanung sowie sexueller und reproduktiver Gesundheit zu verbessern. Diese Interventionen stehen alle im direkten Zusammenhang mit der Verbesserung und Stärkung der Rechte von Frauen.

Neueste Analysen zeigen, dass 40% der Kinder unter 5 Jahren in ihrem Wachstum gebremst (stunted) und 28% untergewichtig (under-weight) sind. Die kambodschanische Regierung hat eine Vielzahl von Initiativen eingeführt, die die negativen Langzeitfolgen von Mangelernährung auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung auffangen und verbessern sollen. Unter dem Dach der „Eine Welt ohne Hunger“ Initiative des BMZ unterstützt die deutsche EZ seit 2015 die kambodschanische Regierung bei der Verbesserung der Ernährungssicherung.

Um mehr über unsere Programme und Projekte zu erfahren, klicken Sie hier unten.

nach oben