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Deutschland und Kambodscha: Bilaterale Beziehungen

03.03.2023 - Artikel

Seit 1967 bestehen diplomatische Beziehungen, die zwischen 1969 und 1993 unterbrochen waren. Kambodscha und die DDR unterhielten von 1969 bis 1975 und von 1979 bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten diplomatische Beziehungen.

Deutschland unterstützt Kambodscha aktiv in seinem Entwicklungs- und Demokratisierungsprozess. Tragende Säule der bilateralen Beziehungen ist die umfangreiche staatliche und nicht-staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Für die bilaterale staatliche EZ wurden bislang über 540 Mio Euro zugesagt.

„Kernthemen“ der EZ sind „Gesundheit und soziale Sicherung“; „Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“ und „Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs“. Weitere Vorhaben in Kambodscha arbeiten im Bereich Nahrungsmittel-/Ernährungssicherheit und der Verbesserung von Bürgerdienstleistungen. Im Rahmen der Regierungsverhandlungen im Oktober 2023 wurden Zuschüsse in Höhe von 73 Mio Euro vom BMZ zugesagt. Zudem unterstützt das BMZ die Residualphase des Rote-Khmer Tribunals direkt und fördert Projekte zur Aussöhnung. Hinzu kommen ODA-Zusagen für Vorhaben anderer Ressorts (u.a. BMU, BMWK).

Darüber hinaus unterstützt Deutschland das Humanitäre Minenräumen. Landminen und Blindgänger aus den Jahren des Bürgerkriegs stellen auch heute noch ein Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft möchte Kambodscha bis 2025 landminenfrei werden.

Schwerpunkte der deutschen Kulturpolitik in Kambodscha sind die Mitwirkung am Erhalt des kulturellen Erbes Kambodschas, an der Entwicklung des Bildungswesens durch Entsendung eines deutschen DAAD-Langzeitdozenten sowie die Vorstellung deutscher Kultur in Kambodscha durch die Deutsch-Kambodschanische Kulturgesellschaft e.V. und das Meta House. Das Tuol-Sleng-Genozid-Museum wird von deutscher Seite in der Aufarbeitung der Herrschaft der Roten Khmer unterstützt.

Seit 2016 wird Kambodscha als unteres Mitteleinkommensland klassifiziert. Diesem wirtschaftlichen Erfolg des Landes trägt auch die Form der Entwicklungszusammenarbeit Rechnung. Die wirtschaftlichen Beziehungen sind eng: Deutschland importiert vor allem Textilwaren und Schuhe aus Kambodscha. Die in Kambodscha ansässigen deutschen Geschäftsleute sind als Teil der europäischen Handelskammer EUROCham in der Gruppe „German Business Cambodia“ organisiert.

2002 trat das bilaterale Investitionsförderungs- und Schutzabkommen zwischen Deutschland und Kambodscha in Kraft.

Weitere Informationen

Kambodscha ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Förderung der ländlichen Entwicklung, der Aufbau des Gesundheitswesens sowie die Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung (Good Governance) sind die wichtigsten Themen dieser Partnerschaft. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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