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Deutschland und Kambodscha: Bilaterale Beziehungen
Vollumfängliche diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland bestehen seit 1967 (Umwandlung der Vertretung in eine Botschaft), waren jedoch zwischen 1969 und 1993 unterbrochen. Während dieser Zeit bestanden diplomatische Beziehungen mit der DDR (von 1969 bis 1975 sowie von 1979 bis zur Wiedervereinigung).
Deutschland ist unter den europäischen Ländern einer der wichtigsten Handelspartner Kambodschas und importiert vor allem Textilwaren, Schuhe und Fahrräder. Deutsche Exporte betreffen vor allem Produkte in den Bereichen Maschinenbau, Chemie, Elektronik und Fahrzeuge. Die in Kambodscha ansässigen deutschen Geschäftsleute sind als Teil der europäischen Handelskammer EUROCham in der Gruppe „German Business Cambodia“ organisiert.
2002 trat das bilaterale Investitionsförderungs- und Schutzabkommen zwischen Deutschland und Kambodscha in Kraft und öffnete somit die Tür für deutsche Investitionen.
Deutschland unterstützt Kambodscha aktiv auf seinem Weg zur „Graduierung“ 2029 zu einem Land mit niedrigerem mittleren Einkommen. Tragende Säule der bilateralen Beziehungen ist die umfangreiche staatliche und nicht-staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) unter dem „Team Europe“-Ansatz. Kernthemen sind, „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung“, „Klima und Energie, Just Transition“ und „Gesundheit und soziale Sicherung“. Dabei steht die deutsche EZ verstärkt für eine engere Kooperation mit der Privatwirtschaft und eine Förderung des Investitionsklimas.
Weitere Vorhaben fördern Gute Regierungsführung und die Verbesserung von Bürgerdienstleistungen. Außerdem unterstützt Deutschland die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen insb. in den Bereichen Gesundheit, Bildung, sozialer Wandel und Klima.
Darüber hinaus fördert Deutschland das Humanitäre Minenräumen. Landminen und Blindgänger aus den Jahren des Bürgerkriegs stellen auch heute noch ein Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung dar.
Schwerpunkte der deutschen Kulturpolitik in Kambodscha sind die Mitwirkung am Erhalt des kulturellen Erbes Kambodschas sowie die Vorstellung deutscher Kultur in Kambodscha durch die Deutsch-Kambodschanische Kulturgesellschaft e. V. und das Meta House. Das Tuol-Sleng-Genozid-Museum wird von deutscher Seite in der Aufarbeitung der Herrschaft der Roten Khmer unterstützt.
Weitere Informationen
Kambodscha ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Förderung der ländlichen Entwicklung, der Aufbau des Gesundheitswesens sowie die Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung (Good Governance) sind die wichtigsten Themen dieser Partnerschaft. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.